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Tik Tok (musical.ly)

  • Internetadresse: https://www.tiktok.com/
  • Gründung: 2016
  • Eigentümer: Zhang Yiming
  • Registrierte Mitgliederzahl weltweit: 700 Millionen (Stand August 2018)
  • Mindestalter: 13 Jahre

Es war einmal eine App namens musical.ly... die Anfang August 2018 ganz plötzlich zu Tik Tok wurde! Was steckt dahinter? Schon im November 2017 wurde musical.ly vom chinesischen Unternehmen Bytedance gekauft. Das hat mit Tik Tok im Jahr 2016 seine eigene Video-App auf den Markt gebracht, die besonders in China wahnsinnig erfolgreich ist. Zu den bereits 500 Millionen Nutzern kamen jetzt nochmal rund 200 Millionen Muser dazu.

Von der Zusammenführung beider Apps verspricht sich Bytedance, in Zukunft eine breitere Zielgruppe anzusprechen. Auf Tik Tok können Nutzer nicht nur Playback-Videos, sondern auch lustige Clips, Memes oder Tutorials hochladen und ansehen.

Und natürlich kannst du deine Videos auch in anderen sozialen Medien teilen. Das tun zum Beispiel auch die Zwillinge Lisa und Lena, die über musical.ly berühmt geworden sind und mittlerweile erfolgreich ihren eigenen YouTube-Channel betreiben.

Cooles Konzept, aber...

  • Die App darf deine Videos automatisch auf anderen Netzwerken abspielen und für Werbung benutzen, ohne dich vorher zu fragen.
  • Sie erkennt automatisch deinen aktuellen Aufenthaltsort.
  • Die App liest Informationen wie deine IMEI, deine SIM-Kartennummer und deine Telefonnummer aus.
  • Außerdem hat sie das Recht, auf deine SMS und deine Telefonkontakte zuzugreifen. Was sie damit macht, weiß niemand.
  • Sie überträgt deine Nutzerdaten an andere Unternehmen.
  • Ob man durch die Verwendung der Originalsongs gegen das Urheberrecht verstößt, ist umstritten.
  • Eigentlich sollte die App erst ab 13 genutzt werden dürfen. Tatsächlich können sie aber auch Jüngere nutzen, da das Alter nirgendwo abgefragt wird.

Was tun?

Da stecken also einige Knackpunkte drin. Datenschützer raten deshalb von der Nutzung ab. Wenn dich und deine Eltern – mit denen solltest du auf jeden Fall vor dem Download darüber sprechen – das alles nicht abschreckt, musst du zumindest vorsichtig sein.

Unsere Tipps:

  • Die Standardeinstellungen lassen sich zumindest teilweise ändern. Du solltest z. B. die Empfängerliste, also wer deine Clips sehen kann, auf deinen Freundeskreis beschränken.
  • Und wenn du deine Videos nur im privaten Modus veröffentlichst, vermeidest du außerdem die Gefahr, gegen das Urheberrecht zu verstoßen.
  • Sind andere Personen in deinen Werken zu sehen, solltest du die außerdem immer um Erlaubnis fragen, bevor du Videos oder Bilder veröffentlichst.

Vielleicht zu neugierig …? Wie sieht’s mit den Berechtigungen aus?

Wie so oft musst du dir klar machen, dass eine App, mit der du Videos aufnimmst, die du anschließend in verschiedenen Netzwerken teilen kannst, einiges an Berechtigungen verlangt. So will die App auf deine gesamten Speicherinhalte zugreifen. Und natürlich muss sie auch Zugriff auf Mikrofon und Kamera deines Smartphones haben – logisch. Deinen Standort kann die App sowohl über das Netzwerk als auch über das GPS-Modul deines Handys erfassen. Mach dir das bitte immer bewusst. Alle Rechte, die dir die App abverlangt, kannst du natürlich im Google Play Store nachlesen.

Google Play Store 

Apple App Store 

Nadine betreut:
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