Netze im Überblick

Facebook

Soziale Netze

Netze im Überblick

Zwar das Größte, aus Sicht des Datenschutzes aber auch eines der fragwürdigsten Netze!

Datenschutz wurde bisher bei Facebook nahezu nicht gewährleistet! Die Stiftung Warentest hat 2010 Soziale Netzwerke geprüft. Facebook schnitt dabei mit am schlechtesten ab! Aufgrund dessen geriet Facebook hier in Deutschland ziemlich unter Druck und musste viele Einstellungen anpassen.

Aber trotzdem kann Facebook noch über mehrere "Hintertürchen" an deine Daten und die deiner Freunde herankommen. Deshalb nutze die Einstellungen, die wir dir nachfolgend auflisten, um deinen Account nach momentanem Stand so sicher wie möglich zu machen.

Da sich bei Facebook nun aber nahezu täglich etwas ändern kann, kontrolliere auf jeden Fall auch immer selbst, ob die folgenden Angaben noch aktuell sind! Selbstverständlich bleiben auch wir am Ball und versuchen, unsere Rubrik Facebook so oft wie möglich auf den neuesten Stand zu bringen.

Datenrichtlinien - Was hat sich geändert?

Profil-Einstellungen

Ein neu erstelltes Facebook-Profil hat alle Einstellungen so festgelegt, dass jeder alles sehen kann! Deshalb solltest du unbedingt als erstes deine Einstellungen ändern.

Grundeinstellungen nach der Anmeldung

Gib niemals dein E-Mail-Kennwort auf anderen Webseiten ein!
Facebook möchte, dass du deine E-Mail-Adresse und dein Kennwort deines E-Mail-Kontos eingibst.

Was passiert, wenn du deine E-Mail-Adresse mit Kennwort eingibst?
Facebook durchsucht dein Adressbuch, das du in deinem E-Mail-Konto hinterlegt hast, nach den Kontakten, die noch nicht bei Facebook angemeldet sind und schickt diesen dann eine Einladung zu.

Du gibst hierbei nicht nur deine eigenen Daten heraus, sondern auch die deiner Freunde und Bekannten! Also zum eigenen (Daten-)Schutz und dem der anderen: FINGER WEG!

Sicherheit

So sicherst du dein Facebook:

1. Klicke oben rechts auf das Dreieck.
2. Gehe auf "Einstellungen".
3. Wähle links den Punkt "Sicherheit" aus. 

 

Die Anmeldungswarnungen informieren dich per Facebook-Benachrichtungen, E-Mail oder SMS, wenn von einem, dir unbekannten, Gerät auf dein Konto zugegriffen wird. Wir empfehlen dir allerdings aus Gründen des Datenschutzes nur Benachrichtigungen über Facebook zu erlauben.

Privatsphäre-Einstellungen

Jeder von uns hat ein Recht auf Privatsphäre, vor allem auf Facebook. So kommst du hin:

1. Klicke oben rechts auf das Dreieck.
2. Gehe auf Einstellungen.
3. Wähle links den Punkt „Privatsphäre“ aus.

ODER

Klicke oben neben dem Dreieckauf das Schloss.

In diesem Menü findest du wichtige Einstellungen, um deine Privatsphäre zu schützen.

 

Klicke unter "Wer kann meine Inhalte sehen?" bei "Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen?" Freunde an, damit nicht jeder sieht was du postest.

Wer kann dich finden?
Wenn du oben auf das Schloss klickst, findest du unter "Wer kann mich kontaktieren" den Punkt "Wer kann mir Freundschaftsanfragen schicken?" Damit kannst du bestimmten, wer dich finden und dir Freundschaftsanfragen senden darf.

 

Öffentliche Suche: Hier kannst du einstellen, ob du über eine externe Suchmaschine wie beispielsweise Google gefunden werden möchtest. Stell dir vor, du hast ein Foto online, das deine Eltern nicht sehen sollten. Nun googelt dein Vater dich einfach mal und ihm wir als erstes dieses Foto angezeigt. Das wär nicht so super, oder? Das kannst du vermeiden, wenn du die öffentliche Suche abschaltest.

Chronik und Markierungen

Unter "Chronik und Markierungseinstellungen", was du unter dem Punkt "Privatsphäre" findest, kannst du bestimmen, wer Inhalte, wie Statusmeldungen, Fotos und Videos, die du täglich postest, sehen darf.

Auch hier denke gut nach, wer was von dir sehen darf. Besonderes Augenmerk solltest du auf Daten legen, die von deinen Freunden über dich hochgeladen wurden. Sind da irgendwelche brisanten Fotos, Videos oder dergleichen dabei? Dann empfehlen wir dir: Unbedingt sofort und unwiderruflich löschen lassen! Denk mal drüber nach, was passiert, wenn ein zukünftiger Arbeitgeber diese Inhalte von dir sieht.

Eine der wichtigsten Einstellungen: Stelle die Funktion, mit der du die Markierungen auf Bildern, die deine Freunde vornehmen, überprüfen kannst, auf "Ein".

Personen und Anwendungen blockieren

Wenn du von Personen, Anwendungen oder Einladungen in Facebook genervt wirst, kannst du diese blockieren. Dazu musst du unter Blockieren gehen und die gewünschte Person, Anwendung oder sämtliche Veranstaltungseinladungen blockieren.


Wenn du eine bestimmte Person blockierst, kann der- oder diejenige dich weder mithilfe der Facebook-Suche finden, noch kann er dein Profil sehen oder mit dir auf Facebook in Kontakt treten.

Apps

Apps (Worterklärung s. Webikon) bei Facebook bieten dir die Möglichkeit, Spiele, wie z. B. Farmville2 oder Angry Birds, zu spielen. Du solltest dir jedoch genau überlegen, ob du überhaupt Apps nutzen willst. Viele Anbieter spionieren mit diesen Anwendungen deine Daten und die deiner Freunde aus.

Wenn du trotzdem nicht auf die Apps verzichten möchtest beachte bitte folgende Tipps für die Einstellungen: 

Unter Apps findest du auf Facebook ein Übersicht deiner Apps. Klicke jeweils neben der App auf „Bearbeiten“, um zu sehen, was genau die App darf. Das ist manchmal leider ganz schön viel. Das geht vom Sammeln deiner gesamten Daten bis hin zum Veröffentlichen von Nachrichten in deinem Namen, ohne dass du davon etwas weißt. 

Schau hier also genau nach, was du der App erlauben willst. Einiges kannst du ihr verbieten: Klicke auf das „x“ neben der Erlaubnis, um diese zu entfernen. Oder willst du beispielsweise die Rechte an sämtlichen Fotos von dir verschenken? Bei manchen Apps kannst du bestimmte Funktionen leider gar nicht entfernen. Dann solltest du dir überlegen, ob es ein bisschen Spiel-Spaß wert ist, dass der App-Anbieter z. B. weiß wo du wohnst oder Nachrichten in deinem Namen posten darf.

Noch viel schlimmer ist der Punkt „Von anderen Personen verwendete Apps“. Was so harmlos klingt, ist ganz schön krass: Deine Facebook-Freunde dürfen deine Daten einfach so an Apps weitergeben, ohne dass du davon etwas mitbekommst! Dazu musst du nicht einmal selbst Apps haben. Deshalb solltest du hier möglichst ALLE Häkchen entfernen, damit du nicht (weiterhin) ohne dein Wissen ausspioniert werden kannst.

 

Dein Facebook-Alltag

Ob Facebook-Party, der "Gefällt mir"-Button oder das ganz normale Posten: Überall lauern Fallen, in die du leicht tappen kannst. Die folgenden Dinge sollen dir den Alltag bei Facebook erleichtern.

Posten - Was ist zu beachten

Empfehlungen zum Posten:

1. Wenn du postest, dann auch nur mit der Einschränkung "Freunde", nicht "Öffentlich"! Dann besteht zumindest ein minimaler Schutz vor unliebsamen Überraschungen.

2. Möglichst wenig persönliche Angaben, Fotos oder Kommentare einstellen, denn nicht jeder muss zu jeder Zeit wissen, was du gerade warum und wo machst! Du sagst ja auch nicht immer jedem persönlich Bescheid, wenn du z. B. weg gehst, oder?

Der "Gefällt mir"-Button

Der „Gefällt mir“-Button bei Facebook. Jeder kennt ihn, viele nutzen ihn. Doch keiner außer Facebook weiß, was er denn genau macht. Was bekannt ist: Klickst du darauf, aktiviert Facebook im Hintergrund so genannte Cookies auf deinem Rechner. Cookies sind kleine Programme, die dein Surfverhalten anhand deiner IP-Adresse speichern und in diesem Fall an Facebook übertragen. Facebook verknüpft diese Daten mit deinem Profil und erstellt ein Verhaltensmuster – ähnlich wie die Polizei bei einem Verbrecher, den sie aufspüren wollen. Facebook weiß also durch die Verknüpfung dieser Daten über dich bestens Bescheid.

Der "Gefällt mir"-Button ist rechtlich zwar geduldet, jedoch sehr umstritten. Das Problem ist, dass nicht nur Daten von Facebook-Nutzern, sondern von allen, die auf den Button klicken, gespeichert werden. Was Facebook mit deinen Daten dann macht, wissen nur sie selbst. Unser Tipp: Nach jeder Facebook-Sitzung einfach die Cookies im Webbrowser löschen.

Gesichtserkennung

Die Gesichtserkennung bei Facebook ist dafür da, dass sie alle Bilder verknüpft, auf denen eine bestimmte Person zu sehen ist. Okay, soweit so gut. Doch was kann da schiefgehen?

Ein Beispiel: Eine junge Frau sonnt sich im Urlaub am Strand. Am gleichen Strand ist eine Gruppe Freunde, die sich gegenseitig fotografieren. Auf ein paar dieser Fotos ist das Mädel nur mit Bikinil im Hintergrund zu sehen. Die Gesichtserkennung von Facebook hat sie erkannt und diese Fotos dann automatisch allen Freunden der jungen Frau empfohlen. Das ist natürlich nicht so toll, vor allem, da das Mädchen auch gar nicht gefragt wurde.

In Deutschland verzichtet das Soziale Netzwerk auf die Gesichtserkennung, aus diesem Grund ist auch der Fotodienst „Moment“ der zu Facebook gehört, in Europa nicht erlaubt.

Veranstaltungen richtig erstellen

Damit du bei deiner Party nicht aus Versehen Hunderte oder Tausende Facebook-Freunde vor der Tür stehen hast, solltest du beim Erstellen einer neuen Veranstaltung einiges beachten.

Zum einen solltest du darauf achten, dass du eine private Veranstaltung erstellst, denn so können nur Personen die Veranstaltung sehen, die du auch selbst eingeladen hast. Sonst kann es schnell zu ungeahnten Ausmaßen deiner Party kommen.

Facebook-Skandale

Facebook Datensammelwahn
Wiener Student Max Schrems deckt auf

Der Wiener Jurastudent Max Schrems hat von Facebook seine Daten von drei Jahren Facebook Nutzung angefordert. Das erschreckende Ergebnis: Eine 496 MB große PDF-Datei voll mit 1222 DIN-A4-Seiten persönlicher Daten und noch vieles mehr! Wie schon von vielen vermutet, sammelt Facebook alle möglichen Daten. Doch was der Netzwerk-Gigant noch alles sammelt, überraschte selbst Max Schrems. Längst gelöschte Daten, die eigentlich nicht mehr da sein sollten. Schrems erstattete daraufhin in 22 Punkten Anzeige gegen Facebook.

Die Verhandlungen fanden im Landgericht Wien statt. Im Juni 2015 erklärte sich das Gericht für nicht zuständig und wies die Klage daraufhin aus formellen Gründen ab. Max Schrems war zu diesem Zeitpunkt sowohl privat, als auch aus beruflichen Zwecken im Sozialen Netzwerk unterwegs. Er hätte deshalb nur in seiner Heimat Wien klagen dürfen, wenn er Facebook nur privat genutzt hätte.

Daraufhin schaltete Schrems den irischen Datenschutzbeauftragten ein, der aufgrund des Safe-Harbor-Abkommens die Überprüfung der Vorwürfe ablehnte. Das Abkommen ermöglichte seit 15 Jahren europäischen Unternehmen die Übermittlung personenbezogener Daten in die USA.
 
Nach der Ablehnung ging Schrems weiter zum obersten irischen Gerichtshof. Auch hier wurde der Fall weitergereicht, an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Am 06.10.2015 war es dann soweit, die Richter des EuGH erklärten das Abkommen für ungültig, denn viele der Daten waren in den USA nicht sicher und das ist ein Verstoß gegen den Datenschutz.  

Aber Achtung, ändern wird sich für Facebook-Nutzer wahrscheinlich wenig. Wer den AGB zustimmt, gibt sich auch automatisch damit einverstanden, dass seine Daten in den USA gespeichert werden.

Weitere Infos und aktuelle Berichte findest du auf der Seite von Max Schrems unter www.europe-v-facebook.org/

Verhaltenskodex

An folgende Regeln solltest du dich auf Facebook halten:

  • Du darfst keine Texte, Bilder etc. schreiben bzw. hochladen, die gegen das Gesetz verstoßen oder einer anderen Person schaden.
  • Alle deine Texte, die gegen die 1. Regel verstoßen, werden entfernt und du kannst verwarnt oder gelöscht werden.
  • Du darfst das "Facebook"-Zeichen oder Zeichen, die diesem ähnlich sehen, nicht ohne schriftliche Erlaubnis von Facebook verwenden.
  • Du darfst keine Ausweispapiere oder wichtige Finanzinformationen hochladen.
  • Du darfst keine anderen User ohne deren Erlaubnis auf Bildern markieren.
  • Personen, die noch nicht auf Facebook angemeldet sind, darfst du nicht ohne deren Erlaubnis einladen.

Unter https://www.facebook.com/communitystandards findest du eine genauere Beschreibung sowie die Möglichkeit einen Verstoß zu melden.

Profil löschen

Unter Sicherheitseinstellungen findest du unten den Link “Deaktiviere dein Konto.“ Mit diesem Link kannst du dein Konto zwar deaktivieren, aber nicht komplett löschen.

Um dein Konto bei Facebook endgültig zu löschen, gehe folgendermaßen vor:

  • Logge dich mit deinen Zugangsdaten bei Facebook ein.
  • Klicke auf "Mein Konto löschen".
  • Folge den weiteren Anweisungen.

Innerhalb von 14 Tagen kannst du die Löschung rückgängig machen. Du kannst dir jedoch nie zu 100% sicher sein, dass deine Daten tatsächlich gelöscht wurden.

 

Weitere Informationen

Hier findest du z. B. das Geburtsdatum von Facebook, aber auch einige praktische Video-Anleitungen.

Externe Videos

Der Urheber der folgenden Videos ist Thomas Pfeiffer.

Mut zu Blockierungen



Freundeslisten anlegen

Fakten

  • Gründung: 4.Feb. 2004
  • Eigentümer: Facebook Inc. (Gründer Mark Zuckerberg besitzt als größter Anteilseigner noch 24 Prozent der Facebook-Anteile.)
  • Jahreseinnahmen: 2 Mrd. USD (Stand 2011)
  • Sprachausführung: 74 Sprachen
  • Aktive Mitglieder weltweit: 1,44 Milliarden Nutzer pro Monat (Stand 2015)
  • Aktive Mitglieder Deutschland: ca. 28 Millionen (Stand 2014)
  • Niederlassung in Deutschland: seit 11.Feb. 2010 in Hamburg
  • Sitz: seit Juni 2011 Menlo Park, USA
  • Mindestalter: 13 Jahre
Nadine betreut:
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