Gefahren

Soziale Netze

Gefahren

Schütz dich selbst vor Missbrauch!

Für Kriminelle und Pädophile sind Soziale Netzwerke ein gefundenes Fressen!

Kennst du das? Auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken kannst du einen ausführlichen Steckbrief von dir selbst ausfüllen: Alter, Wohnort, Hobbys, Beschreibung deines Aussehens. Vielleicht suchst du dir ein Profilbild aus, auf dem du nur schemenhaft zu erkennen bist oder eines, auf dem gar nicht du zu sehen bist, sondern vielleicht dein Hund oder deine Katze. Auch bei den Hobbys und Interessen lässt sich leicht ein wenig schummeln: Die Musik, die du zwar noch nie gehört hast, die aber gerade jeder cool findet - also nimmst auch du die Band bei deiner Lieblingsmusik auf.

Und du hast ja recht: Soziale Netzwerke erlauben dir, dich so zu präsentieren wie du es willst. Du kannst beschönigen, übertreiben - und eben lügen. All das ist nicht verboten.

Was du nicht vergessen solltest, ist jedoch: Was du kannst, können andere auch. Und sie tun es möglicherweise bei weniger harmlosen Dingen als du!

 

Vorsicht!

Denke doch einfach nur mal über so "belanglose" Fragen nach wie: Kenne ich diese Person wirklich? Will ich dieser Person ernsthaft erlauben, auf alle persönlichen Angaben meines Profils zugreifen zu können? Als kleiner Denkanstoß an dich: 

Ist es nicht heftig, dass Personen, denen erlaubt wurde, das Profil eines anderen Benutzers anzuschauen, als "Freunde" bezeichnet werden?

Mal ernsthaft: Nennst du jemanden, der dir zufällig im Supermarkt oder auf der Straße begegnet ist und dich etwas vollkommen Unpersönliches gefragt hat, wie beispielsweise den Weg zum nächsten Bäckerladen um die Ecke, deinen Freund? Nein, oder? Um als "echter" Freund bezeichnet zu werden, bedarf es schon ein bisschen mehr, oder nicht?

 

Leider ein echter Fall!

Ashleigh Hall war 17 Jahre alt und gutgläubig, als sie den gut aussehenden Peter Cartwright auf Facebook kennen lernte. Peter war in ihrem Alter, hatte ein hübsches Gesicht und schrieb ihr süße Nachrichten. In einer davon überzeugte er Ashleigh, sich mit ihm zu treffen.

Ashleigh stimmte zu - doch was dann geschah, konnte sie niemandem mehr erzählen: Peter Cartwright war in Wahrheit 33 Jahre alt und ein vorbestrafter Sexualtäter, der auch Ashleigh vergewaltigte und sie danach tötete.

Heute kämpft Ashleighs Mutter dafür, dass Kinder und Jugendliche, die bei Sozialen Netzwerken angemeldet sind, diesen sogenannten "Freunden" nicht mehr blind vertrauen.

Soziale Netzwerke sind dafür da, sich mit seinen Freunden zu vernetzen - keine Partner- oder Freundesbörse. Denn dass ein Fremder, der dich über ein Soziales Netzwerk kennen lernen will, nichts Schlechtes im Schilde führt, kann dir niemand garantieren und ist auch unwahrscheinlich: Jemandem, der Soziale Netzwerke braucht, um Freunde zu finden, solltest du in jedem Fall mit Misstrauen begegnen!

Übrigens: Das es sich um einen echten Fall handelt, kannst du sehen, wenn du die Namen "Ashleigh Hall" und "Peter Cartwright" bei google suchst.

 

Öffentliche Facebook-Partys

Wer bei Facebook private Details postet, darf sich über die Konsequenzen nicht wundern.

Eigentlich wollte die 16-jährige Thessa aus Hamburg nur eine Geburtstagsparty für ihre Freunde schmeißen. Auf Facebook legte sie eine so genannte "Veranstaltung" an, bei der sich alle Teilnehmer eintragen konnten. Nach wenigen Tagen hatten sich 15.000 Gäste angekündigt und Thessa erkannte: Sie hatte vergessen, die Veranstaltung als "privat" zu kennzeichnen.

Zwar wollte Thessas Vater, nachdem das Missgeschick klar wurde, Schadensbegrenzung leisten: Die Party wurde abgesagt. Da war es jedoch schon zu spät: Die Teilnehmer der Facebook-Veranstaltung hatten Thessas Namen und Adresse bereits notiert und kamen zur ursprünglich genannten Party Anfang Juni in Scharen zu ihrem Elternhaus. Elf der 1600 "Gäste" wurden wegen Randalierens, Körperverletzung oder Sachbeschädigung festgenommen.

Die Kosten für Polizei und Sicherheitsdienst steigerten sich ins Enorme, nachdem die Stimmung vor Thessas Elternhaus ins Aggressive übergeschwappt war: Die stark alkoholisierten Partygänger kletterten auf die Dächer der Nachbarhäuser, zündeten Mülltonnen an und warfen Gartenzäune um - Thessas 16. Geburtstag endete in einem Desaster, Thessa wechselte danach die Schule.

Thessa gehört zu den mittlerweile vielen Beispielen für Facebook-Mitglieder, die der Öffentlichkeit freizügig erzählen, was sie tun.

 

Ich bin dann mal weg - und die Einbrecher da

In den USA gibt es mittlerweile kriminelle Vereinigungen, die die Statusnachrichten auf Facebook ausspähen, um Einbrüche zu planen. Wer nicht nur seinen Freunden, sondern "für alle" öffentlich auf seiner Pinnwand mitteilt, dass er jetzt ein Baseballspiel besucht, könnte genauso gut sagen: "Mein Haus steht ab sofort für die nächsten drei Stunden leer - kommt und holt euch, was ihr wollt!"

 

Denk mal an die Zukunft

Bist du gerade in einer Bewerbungsphase für einen Beruf oder eine Ausbildung?Dann pass ja auf, was du von deinem Privatleben im Internet preisgibst!

Bedenke immer: Auch dein zukünftiger Arbeitgeber möchte wissen, wer du bist und was du machst. Wenn in deinen Profilen üble Partyfotos, Schlägereien usw. zu sehen sind, macht das sicherlich keinen besonders guten Eindruck. Oder?

Im Internet bleiben Einträge und Bilder häufig, nachdem du sie vermeintlich gelöscht hast, noch für Monate oder Jahre auffindbar.

 

"Kannst du glauben, was in diesem Video passiert?"

Immer wieder tauchen heftige Videos bei Facebook auf. Sei es mit verstümmelten Menschen, gequälten Tieren, unheimlichen Wesen oder halbnackten Frauen. Sie werden immer mit einem extrem reißerischen Text angepriesen, damit du dazu verleitet wirst drauf zu klicken. Außerdem hat ein Freund von dir das schon geliked, also denkst du dir nichts dabei.

Was passiert wirklich beim Klicken?

Du bleibst nicht auf Facebook, sondern wirst auf eine externe Seite geschickt. Das ist jedoch nicht YouTube oder ein anderes seriöses Videoportal, sondern eine fremde Seite. Um das Video anzuschauen, musst du meistens irgendwas liken. Danach sollst du das Video anschauen können. Jedoch ist es entweder nicht abspielbar oder ein ganz anderes Video zu sehen.

Was steckt dahinter?

Du hast das Video gesehen (oder in manchen Fällen auch nicht), aber was bedeutet das für dich? Du hast beim Versuch das Video anzuschauen automatisch eine Seite oder ähnliches geliked. Nun kann diese Seite dich zu den Fans zählen und sogar mit deinem Like Werbung machen (Person X mag Produkt/Seite Y). Dadurch verbreitest du das Video weiter, ohne es gewollt zu haben.

Wozu brauchen die Anbieter die Likes?

Solche Seiten, die meist irgendein Thema haben, was nichts mit dem Video zu tun hat, verkaufen die Fanseiten. Umso mehr Likes es gibt, umso mehr Geld wird verdient.

Wie kannst du dich schützen?

Klicke nicht auf solche Videos und folge keinen externen Links, die zum Beispiel nicht direkt zu YouTube oder einem anderen seriösen Anbieter führen. An solchen Links kannst du in vielen Fällen schon erkennen, dass da irgendwas nicht stimmt. (Einfach den Mauszeiger drauf halten und unten links im Rahmen des Browsers Link angucken.)

Wenn du drauf reingefallen bist und du eine Seite geliked hast um das Video zu sehen, kannst du das rückgängig machen. Zum einen gehst du auf deine Chronik und löschst den Eintrag, den du nicht haben willst, und zum anderen wirfst du die entsprechende Seite einfach aus deinen Likes raus.

Nadine betreut:
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