Vorbeugen

Mobbing

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Mobbing vorbeugen

Buffering Effekt
Du kennst wahrscheinlich jemanden, der schon mal gemobbt wurde, egal ob on- oder offline. Richtig fiese Sache. Und vor allem weiß man nie, wie man damit umgehen soll, ohne dass man selbst zum Opfer wird. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass es sehr wichtig ist, wie die Stimmung in der Schule ist. Das heißt wenn die Lehrer der Schule, zu der das Opfer geht, sich auch um die Schüler kümmern und ein gutes Verhältnis haben, gibt es weniger Cybermobbing. Das nennt man den „Buffering Effekt“. Denn das Wichtigste ist, dass der oder die Betroffene mit jemanden spricht, dem er/sie vertraut, egal ob es ein Lehrer oder Mitschüler ist. So ein Mobber steht nämlich schnell dumm da, wenn sein Opfer sich an jemanden wendet und Hilfe bekommt.

Der erste Schritt auf dem Weg zu einem guten Schulklima ist, dass man darüber redet, wenn einen etwas stört und dann die Sache klärt.

Ewig Unstimmigkeiten vor sich herzuschieben, hat noch niemandem geholfen, oder?
Deine Lehrer/innen sollten dich fair und gerecht bewerten können und wenn du nachfragst, wie deine Noten zustande gekommen sind, sollten sie dir das auch erklären können. Du solltest sie nicht als "Pauker" sehen. An vielen Schulen wird sogar anstatt der allseits bekannten und vielen nicht gut in Erinnerung gebliebenen Schulordnung ein sogenannter Verhaltenskodex eingeführt, den jeder Schüler zu Beginn des Schuljahres zu unterschreiben und an den er sich zu halten hat.

Erstellt einen Kodex

Was könnte in einem solchen Kodex stehen? Unten siehst du einen Musterkodex mit 10 Punkten, aber das geht natürlich auch noch ganz anders. In dem Kodex für deine Klasse könnte z. B. stehen: „Das Handy bleibt während der Unterrichtsstunde in der Tasche.“ oder „Bilder auf denen andere Klassenmitglieder zu sehen sind schicke ich nur weiter, wenn ich diese um Erlaubnis gefragt habe.“

Also hier nun der Musterkodex:

Beispiel:
Versprechen an die Schulgemeinschaft

  1. Ich nehme keine Drogen, Waffen oder rechtsradikale Sachen mit in die Schule.
  2. Handys müssen ausgeschaltet werden und in der Tasche bleiben.
  3. Ich fange keinen Streit und keine Prügelei an. Sehe ich, dass sich andere streiten oder prügeln, dann versuche ich gemeinsam mit der Klassen- oder Schulgemeinschaft sofort zu beruhigen und zu schlichten!
  4. Wenn ich Ärger mit meinen Mitschülern habe, versuche ich den Konflikt zuerst selbst und ohne Gewalt zu lösen oder wende mich an Vertrauensschüler und dann an die Lehrer/innen.
  5. Wenn ich merke, dass ein Mitschüler gemobbt wird, werde ich sofort die gesamte Klasse, ggf. sogar die Lehrer oder die Schulversammlung einschalten. Das Ziel ist es, dem Mobbing-Opfer zu helfen, aber auch den Mobbern zu zeigen, dass Mobbing uncool ist und nicht geduldet wird!
  6. Das Schulgelände darf ich während der Schulzeit nur mit Erlaubnis verlassen.
  7. Ich akzeptiere und respektiere jeden Schüler, egal welcher Herkunft oder mit welcher Behinderung.
  8. Ich beschmiere die Schule nicht und benutze kein fremdes Eigentum ohne vorherige Erlaubnis.
  9. Ich verlasse die Toiletten so, wie ich sie vorgefunden habe.
  10. Ich bemühe mich, diese Regeln einzuhalten, wenn nicht, werde ich die Konsequenzen tragen.

Feedback in der Schule

Einmal im Halbjahr möchten deine Lehrer/innen von dir Feedback über ihren Unterricht. Das ist eine gute Sache. So kannst du einmal sagen, was dir total gut und was eher weniger am Unterricht in einem bestimmten Fach gefallen hat.

Macht man das baut sich auf beiden Seiten keine schlechte Laune auf und ihr tauscht euch aus. Man sollte so eine Feedback-Runde regelmäßig machen. Das nimmt ein bisschen vielleicht vorhandene Spannungen aus dem Unterricht.

Du kennst so etwas noch nicht? Schlag es doch mal in deiner Klasse vor!

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