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WeChat

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WeChat

2011 wurde WeChat vom Gründer von QQ.com, eines der größten Internetportale in ganz China, auf den Markt gebracht. Die App funktioniert ganz ähnlich wie WhatsApp: User können Texte, Grafiken, Sprachnachrichten und Videos an ihre Kontakte verschicken.

Als WeChat noch in den Kinderschuhen steckte, war es nur möglich, Nachrichten zu senden und Fotos zu teilen. Im Laufe der Zeit sind dann immer mehr Funktionen hinzugekommen. „Shake“, „Look Around“ oder auch „Drift Bottle“ sind z. B. Features, mit denen Nutzer nach Zufallsprinzip Kontakt zu unbekannten Menschen aufnehmen können. Auch Taxis können ganz einfach bestellt und direkt über WeChat bezahlt werden. Mit der Funktion „Momente“ können User ihre Erlebnisse teilen.

Nicht nur Leute wie du und ich nutzen WeChat. Unternehmen und Organisationen versorgen ihre Follower über öffentliche Accounts mit den neuesten Infos und können direkt mit ihnen kommunizieren. Das ist ganz praktisch, wenn man beispielsweise schnell einen Termin beim Friseur ausmachen will. Öffentliche Accounts werden auch von Behörden und den Medien genutzt.

Die App kann also einige Dinge, die WhatsApp (noch) nicht kann. Stell dir vor, du könntest per Messenger Geld überweisen. Mit WeChat geht das. Dazu muss nur das Bankkonto mit dem Nutzerprofil verknüpft werden.                                      

Was die Funktionen angeht, ist WeChat der Konkurrenz also um einiges voraus. Aber wie sieht’s mit der Sicherheit aus? Auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie es sie bei vielen anderen Messengern gibt, verzichtet WeChat. Auch der Quellcode ist nicht öffentlich und die AGB und Datenschutzrichtlinien gibt es nicht auf Deutsch. Dort steht, dass der Betreiber Tencent auf Aufforderung der chinesischen Regierung Informationen herausgeben darf bzw. muss – und die ist nicht unbedingt bekannt für die strikte Einhaltung der Meinungsfreiheit. Da verwundert es nicht, dass es auch schon Zensurvorwürfe gegenüber WeChat gegeben hat.

Auch ein Blick auf die Berechtigungen trübt das Bild des vielseitigen Messengers: Er will unter anderem deine Kontakte auslesen, deinen Standort wissen, Telefonstatus und Identität abrufen sowie auf deine gespeicherten Daten zugreifen. Die Liste ist lang.

Wer sich aber von den fragwürdigen Datenschutzbestimmungen und vielen Berechtigungen nicht abschrecken lässt, kann die App über die offiziellen App-Stores herunterladen.